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Artgerechte Haltung in Hundehütten

Hundehütten IsolationGrundsätzlich lässt sich nachgewiesenermaßen sagen, dass eine optimale Hundehaltung durch die richtige Mischung aus Hundezwinger- und Stubenhaltung erreicht wird. Einerseits sind Hunde Rudeltiere und sollten sich, wenn sie schon allein gehalten werden, oft in der Nähe ihrer Besitzer aufhalten. Andererseits kann der Hundehalter sein Haustier freilich nicht jederzeit beaufsichtigen. Genau dann ist ein Hundezwinger bzw. eine Hundehütte die richtige Wahl.
Auf die Vorteile einer Hundehütte sind wir hierbei auf dieser Website bereits intensiv eingegangen. So fördert es die Gesundheit des Hundes beispielsweise enorm, wenn sich dieser mehrmals täglich an der frischen Luft aufhält. In diesem Artikel soll es jedoch um die artgerechte Haltung von Hunden gehen. Wie muss eine artgerechte Hundehütte ausgestaltet sein? Welche Gesetzsprechungen existieren?

Artgerechte Haltung in Hundehütten bzw. -zwinger

Bereits der gesunde Menschenverstand ist imstande, korrekte und artgerechte Bedingungen für die Hundehaltung ableiten zu können, denn diese ergeben sich aus den natürlichen Eigenschaften eines Hundes.

  • Ausreichende Bewegungsfreiheit: So sind Hunde grundsätzlich aktive Tiere, die viel Platz für eine optimale gesundheitliche Entfaltung benötigen. Eine Faustregel sagt: Pro mittelgroßem Tier sind acht Quadratmeter frei zugängliche Fläche zzgl. einer ausreichend großen Hundehütte zu empfehlen.
  • Unbedenklichkeit der Materialien: Ebenfalls beinhahe überflüssig ist die Anmerkung, dass das in Hundehütten oder -zwinger verwendete Material chemisch unbedenklich sein und kein Verletzungsrisiko beinhalten sollte. Ist der Besitzer des Hundes einige Stunden außer Hauses, kann im Falle einer Verletzung viel Zeit verstreichen, eh jemand dem Tier zur Hilfe eilen kann.
  • Schutzraum: Ein Hund braucht bei einer Haltung im Freien zwingend einen Unterschlupf, der genügend Schutz vor Wind und Wetter bietet. Übermäßige Nässe, Hitze, Schnee oder Sonneneinstrahlung können die Gesundheit des Tieres stark beeinflussen und sollten tunlichst vermieden werden. Eine wetterfeste Hundehütte kann hier effektiv und einfach Abhilfe schaffen. Sollten gewisse Kriterien nicht eingehalten werden können, kann die Wetterfestigkeit einer Hundehütte mit relativ wenig Aufwand verbessert werden. Die Verwendung einer weiteren Schicht Dachpappe oder eine Abdeckung mit einer entsprechenden Plastikplane verbessern die Festigkeit der Hütte deutlich.

Was sagt die Tierschutz-Hundeverordnung

Obwohl die artgerechte Haltung in Hundehütten mit wenigen Punkten sichergestellt werden kann, gibt es entsprechende Verordnungen, die die Anforderungen an Hundehütten und -zwinger akribisch genau erläutern.
So sieht die Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHuV) vom 2. Mai 2001 neben einigen anderen Kriterien Folgendes vor:

Wer einen Hund im Freien hält, hat dafür zu sorgen, dass dem Hund
1. eine Schutzhütte, die den Anforderungen des Absatzes 2 entspricht, und
2. außerhalb der Schutzhütte ein witterungsgeschützter, schattiger Liegeplatz mit wärmegedämmtem Boden

Auch bezüglich der Größe gibt es eindeutige Bestimmungen, die sich an der Widerristhöhe des Hundes orientieren.
In einem Zwinger muss dem Hund entsprechend seiner Widerristhöhe folgende uneingeschränkt benutzbare Bodenfläche zur Verfügung stehen, wobei die Länge jeder Seite mindestens der doppelten Körperlänge des Hundes entsprechen muss und keine Seite kürzer als zwei Meter sein darf:

Widerristhöhe bis 50 cm: Bodenfläche mindestens 6 Quadratmeter
Widerristhöhe 50 bis 65 cm: Bodenfläche mindestens 8 Quadratmeter
Widerristhöhe über 65 cm: Bodenfläche mindestens 10 Quadratmeter

Ein Blick in die oben referenzierte Tierschutz-Hundeverordnung ist in jedem Fall zu empfehlen und vermittelt ein sehr gutes Gefühl über die Mindestbedingungen für die artgerechte Hundehaltung.

Artgerechte Haltung anderer Haus- bzw. Kleintiere

Glücklicherweise sind Verordnungen des Gesetzgebers auch für andere Haus- und Kleintiere immer verbreiteter. Letztlich richtet sich die Qualität sowie der Umfang der Verordnungen stark nach der Beliebtheit bzw. der Verbreitung eines Tieres im Haushalt. Neben Hunden und Katzen gehören hierbei zu den verbreitetsten Haustieren Kaninchen.
Auch auf Kaninchen wird hierbei in einer sehr umfangreichen Verordnung zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere und anderer zur Erzeugung tierischer Produkte gehaltener Tiere bei ihrer Haltung (TierSchNutztV) teilweise eingegangen. Es zeigt sich jedoch, dass die Tiere im Wesentlichen lediglich auf landwirschaftlichen Nutzcharakter reduziert werden. Von einer artgerechten Haltung im Haushalt ist der Gesetzgeber noch weit entfernt. Eine Konsequenz ist, dass sich diesem Thema einige Internetpräsenzen detaillierter gewidmet haben. So finden Interessenten einer artgerechten Haltung in Kaninchenställen beispielsweise hier weiterführende Informationen.
Die dortigen Informationen betreffen zudem auch auf weitere verbreite Kleintiere (etwa Hamster oder Rennmäuse). Und auch hier gilt: Die wesentlichen Eigenschaften einer artgerechten Tierhaltung lassen sich letztlich immer aus den natürlichen Eigenschaften und der natürlichen Umgebung eines Tieres ableiten.


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